Frühlingstraum: Rhabarber-Tonka-Moussetörtchen

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Puhh…. Ich bin ganz schön aus der Puste. Nein, nicht weil ich gerade vom Sport komme, sondern ich unbedingt diesen Beitrag für euch fertig schreiben wollte. Aber warum die Eile? Nunja, die Rhabarberzeit ist fast zu Ende und ich wollte das Rezept für dieses supermoussige, megafeine, superleichte Rhabarber-Tonka-Moussetörtchen unbedingt noch mit euch teilen. So habt ihr noch die Chance das Rezept auszuprobieren und ich versprech euch: ES LOHNT SICH!

Ich will ja nicht eingebildet klingen, aber auf dieses Rezept bin ich schon etwas stolz:-) Stolz, weil das Törtchen auf der Zunge zergeht und weil Rhabarber und Tonkabohne so wunderbar harmonieren. Obwohl alles eigentlich mit einerm Desaster begonnen hat…

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Ich hatte das Törtchen zuerst nach einem Rezept von Canelle Vanille gebacken. Dort wurde die Rhabarbermousse mit einem Erbeergelee und einer weißen Schokoladensahne kombiniert. Eigentlich eine tolle Mischung. Allerdings war das Erdbeergelee viel zu dick und die Sahne mit weißer Schoki ist mir 2x geronnen. Ich hab sie versucht zu retten und mehrmals in die Mikrowelle gesteckt (hilft bei geronenner Buttercreme:-)). Am Ende hatte ich dann auch irgendeine homogene Creme, aber fluffig konnte man die nicht mehr nennen.

Gut, ich hab die Sahne trotzdem benutzt und die Törtchen ganz toll mit Rhabarberstreifen dekoriert. Klar, sie sollten ja auch vor die Kamera. Nach dem Shooting kam die erste Probiergabel und…Die weiße Creme, eigentlich Mousse, war fest wie Butter und das Erbeeraroma überdeckte alle anderen Aromen von Pistazie und Rhabarber. Ich war unheimlich enttäuscht. Da ich aber keine halben Sachen mache, wollte ich das Törtchen unbedingt nochmal ausprobieren.

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Diesmal hab ich die Erdbeeren weggelassen und ein „richtiges“ Rezept für eine Mousse genommen. Ein großes Danke an Herrn L., der mir kurz davor genau das richtige Buch (Encyclopedie des Desserts) geschenkt hat in welchem man so ziemlich jedes Grundrezept findet. Ich wollte die Mousse eigentlich mit Vanille aromatisieren, aber hatte nur noch Tonkabohne. Kurz gegoogelt ob bereits Rezepte mit Tonka und Rhabarber bestehen…Jep…Also kurzerhand entschieden, dass es eine Weiße Schoki-Tonka-Mousse gibt.

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Ich konnt es kaum abwarten, bis die Törtchen fertig waren und dann war der Moment gekommen. Diesmal hab ich auch vor dem Dekorieren probiert um sicher zu gehen, dass die Arbeit nicht umsonst ist:-) Das Ergebnis war mehr als zufrieden stellend. Beide Mousse hatten dieselbe Konsistenz, das feine Rhabarberarome wurde durch die Tonkabohne wunderbar ergänzt und zudem sahen sie auch noch umwerfend aus. Ein Rezept, dass sich wirklich lohnt nachzubacken:-) Ich wünsch euch allen ein schönes Wochenende auch wenn es eher verregnet werden soll.

Eure Stefanie


Rhabarber-Tonka-Mousssetörtchen
Ergibt 8 Törtchen a 5 cm Durchmesser

Tipp: Am Besten bereitet ihr die Törtchen am Vortag zu, damit die Mousse richtig durchkühlen kann und ihr eine tolle Mousse-artige Konsistenz bekommt.

Pistazien-Joconde

52 g Blanchierte Mandeln, gemahlen
52 g Pistazien, gemahlen
75 g Puderzucker
25 g Mehl
125 g Ei (ca. 3 kleine Eier)
92 g Eiweiß
37 g Zucker
17 g Butter

  1. Backofen auf 150 °C Ober- /Unterhitze vorheizen, einen Backrahmen auf die Größe 22×32 cm einstellen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech stellen.
  2. Mandeln, Pistazien, Puderzucker, Mehl und Ei in eine Rührschüssel geben und schaumig rühren (ca. 5. Minuten).
  3. In einer anderen Rührschüssel Eiweiß leicht schaumig schlagen. Den Mixer auf die höchste Stufe schalten und den Zucker nach und nach, unter ständigem Rühren, einrieseln lassen. Solange schlagen, bis ihr einen festen, schön glänzenden Eischnee habt.
  4. Ein Drittel der Meringue unter die Ei-Mischung heben, dann den Rest vorsichtig unterheben. Die Butter hinzufügen, vorsichtig unterrühren und den Teig in die vorbereitete Form füllen.
  5. Den Boden für 12 Minuten oder solange backen, bis er eine leichte Farbe annimmt. Der Boden ist dann fertig, wenn die Oberfläche zurückspringt, wenn sie leicht eingedrückt wird. Den Kuchen für ein paar Minuten in der Springform auskühlen lassen und auf ein Kuchengitter stürzen. Nach dem erkalten das Backpapier vorsichtig abziehen.

Gerösteter Rhabarber und Rhabarber-Mousse

Gerösteter Rhabarber

350 g Rhabarber in 5 cm lange Stücke geschnitten
40 g Zucker

  1. Backofen auf 200 °C Ober- /Unterhitze vorheizen, Rhabarberstücke in eine Backform geben, mit Zucker besprenkeln und für 15 Minuten im Ofen rösten.
  2. Den Rhabarber abkühlen lassen und pürieren.

Rhabarber-Mousse

250 g geröstetes Rhabarberpüree
20 g Zucker
5 g Gelatineblätter
250 g Schlagsahne

  1. In einer Schüssel Sahne cremig (nicht komplett steif!) aufschlagen und bis zur Verwendung kühl stellen.
  2. Gelatine in kaltem Wasser einweichen. In einem Topf die Hälfte des Rhabarberpürees erwärmen, Gelatine einrühren und zum restlichen Püree geben. Püree auf 30 – 35 °C abkühlen und die cremig geschlagene Sahne unterheben.
  3. 8Joconde-Böden (5 cm Ø) ausstechen und in die vorbereiteten Dessertringe legen, Rhabarbermousse in einen Spritzbeutel füllen und auf die Böden spritzen.
    Tipp: Wer es gleichmäßig mag, nimmt eine Waage zur Hilfe um zu überprüfen, dass sich in jedem Dessertring die gleiche Menge an Mousse befindet.
  4. Die Törtchen in den Kühlschrank stellen und fest werden lassen (ca. 2 Stunden).

Tonkamousse

36 g Sahne
25 g Eigelb
25 g
3 g Gelatineblätter
110 g Weiße Schokolade „Valrhona ivoire“
190 g Schlagsahne 35% Fett
3 g Tonkabohne, gemahlen

Erdbeeren, Schlagsahne, Kuchenbrösel zur Deko

  1. In einer Rührschüssel Sahne cremig (nicht komplett steif!) aufschlagen und bis zur Verwendung kühl stellen.
  2. Gelatine in kaltem Wasser einweichen.
  3. Schokolade hacken.
  4. Eigelb und Zucker verquirlen. In einem Kochtopf Sahne und Tonkabohne zum Kochen bringen. Sobald die Sahne aufgekocht ist, einen Teil davon unter die Eigelb-Zuckermischung rühren. Die Mischung zurück in den Kochtopf geben und unter ständigem Rühren erhitzen, bis die Creme eindickt (84°). Die Flüssigkeit durch ein Sieb über die Schokolade gießen, Gelatine hinzugeben und verrühren. Die Mischung im Eiswasser auf 30 – 35 °C abkühlen, dann die cremig geschlagene Sahne unterheben.
  5. Mousse in einen Spritzbeutel füllen und auf die Rhabarbermousse spritzen.
  6. Die Törtchen in den Kühlschrank stellen und fest werden lassen (ca. 2 Stunden, am Besten über Nacht).
  7. Sobald die Törtchen fest sind, aus den Dessertringen lösen und mit Erdbeeren, Sahnetupfern und Kuchenbröseln dekorieren.

11 Gedanken zu “Frühlingstraum: Rhabarber-Tonka-Moussetörtchen

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