Von Osterlämmern und geköpften Osterhasen

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Ein Osterlamm für die Kaffeetafel? Zugegeben, beim ersten Gedanken daran bekam ich auf einmal so ein staubtrockenes Mundegefühl.  Da bin ich sicher nicht die Einzige mit Kindheitserinnerungen an traurige Osterlämmer, die wohl eher dazu gebacken wurden Kinder zum Milch trinken zu bewegen, anstatt deren Gaumen zu erfreuen. Ohne Milch hab ich nämlich so manches Osterlamm nicht runterbekommen.Die Anregung zu meiner Osterlamm-Challenge kam aber nicht durch mein Kindheitstraumata, sondern ganz banal mit der letzten Ausgabe der „Servus“ ins Haus geflattert. Ein Osterlamm abgebildet auf dem Hintergrund der Titelseite und schon war der Funke übergesprungen. Die Form hatte ich bereits im Haus. Zwar nicht in der Form eines Osterlammes aber eines Osterhasens. Das sollte ein Kinderklacks werden,  dachte ich zumindest…

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Doch erstmal noch einen geschichtlichen Rückblick: Traditionell galten Lämmer als österliches Symbol und waren als Lammbraten fester Bestandteil der Festtafel. Dieser Brauch wurde dann vermehrt durch Hasenbraten abgelöst, weshalb man heutzutage wohl beides am Gründonnerstag auf dem Frühstückstisch findet, Osterlamm und Osterhase.

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Für meinen Osterhasen habe ich mich für einen leckeren Sandkuchen von Bernd Siefert entschieden. Die Sandmasse war schnell zusammengerührt, in die Form gefüllt und gebacken. Das Problem war nur meine Ungeduld. Für all diejenigen, die das gleiche Problem haben, folgt meiner Empfehlung und lasst den Kuchen in der Form abkühlen. Leicht hat man nämlich sonst einen GEKÖPFTEN OSTERHASEN als Resultat. Was man damit macht? Das verrate ich euch im nächsten Beitrag, aber hier folgt erstmal das Rezept zum Osterklassiker.


Ergibt ein Osterhase (ca. 550 ml), Form gibt es z.B. bei Birkmann

Variante 1: Haselnusssandkuchen
110 g Ei
120 g Zucker
1 Prise Salz
Mark von einer Vanilleschote
55 g Mehl
55 g Speisestärke
40 g gemahlene Haselnüsse
120 g flüssige Butter
1 1/2 TL Strohrum

Variante 2: Zitronensandkuchen
110 g Ei
120 g Zucker
Abgeriebene Schale einer Biozitrone
1 Prise Salz
70 g Mehl
70 g Speisestärke
120 g flüssige Butter

  1. Den Ofen auf 160°C Umluft vorheitzen und die Backform gut fetten und einmehlen.
  2. In einer Rührschüssel Eier, Zucker und Geschmackszutat (Zitrone/Vanille) 3-4 Minuten schaumig schlagen.
  3. Mehl und Speisestärke vermischen, auf die Ei-Zuckermasse sieben und unterheben. Variante 1: Die Haselnüsse zugeben und ebenfalls kurz unterheben.
  4. Zum Schluss die flüssige Butter Variante 1: und den Rum, zugeben und unterrühren.
  5. Den Teig bis ungefähr 1 cm unter dem Rand in die Form füllen und auf unterster Schiene ca. 35 Minuten backen. Sobald der Kuchen fertig ist aus dem Ofen nehmen und in der Form abkühlen lassen.
  6. Den abgekühlten Kuchen mit Puderzucker bestreuen oder mit einem Zahnstocker einstechen und mit Vanille-/ Zuckersirup einstreichen.

Adaptiert von Bernd Siefert „Kuchen, Tartes und Cupcakes.

4 Gedanken zu “Von Osterlämmern und geköpften Osterhasen

  1. Ich kenne geköpfte Osterhasen und -lämmer leider auch nur zu gut 😀 Egal, so hat man wenigstens einen Grund sofort mal den Kopf zu naschen 😉 Oder man versucht ihn mit Glasur wieder anzukleben und darf ihn dann naschen, wenn er doch wieder abgefallen ist.
    Liebe Grüße Jessie

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  2. Pingback: Osterversuchung am Stiel: Zitronencakepops | Sweet Baking Stories

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